Ausgabe: 2000/50, Kurz berichtet, Wien, Tag der Menschenrechte, Gewalt, Rücktritt, Estrada, Manila, New Delhi
12.12.2000
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Schwachstellen aufgezeigt
WIen. Anlässlich des Tages der Menschenrechte am 10. Dezember hat die Katholische Aktion gefordert, die Menschenrechte als Errungenschaft einer humanen Gesellschaft ohne Abstriche zu erhalten. Schwachstellen im Bereich der Menschenrechte in Österreich sieht die KA bei der Sicherung der Lebensrechte ungeborener Behinderter, bei Asylwerbern und Flüchtlingen, bei der Verschärfung der sozialen Situation durch die Budgetsanierung und bei der Entwicklungszusammenarbeit, die im bilateralen Bereich heuer auf einen Tiefststand gesunken ist.
Rücktritt gefordert
Manila. Kardinal Jame Sin von Manila hat den philippinischen Staatspräsidenten Joseph Estrada zum Rücktritt aufgefordert. Außerdem appellierte Sin an den Präsidenten, persönlich vor der Senatskommission auszusagen. Das Volk wolle die Wahrheit direkt aus dem Mund des Präsidenten erfahren und nicht durch seine Anwälte. Präsident Estrada wird beschuldigt, von illegalen Kasinobetreibern umgerechtnet 120 Millionen Schilling Schweigegeld genommen zu haben. Nach dem Gottesdienst mit Kardinal Sin marschierten die Messbesucher zum Parlamentsgebäude und bildeten eine Lichterkette, der sich mehr als 100.000 Menschen anschlossen.
Gewalt gegen Christen
New Delhi. Indiens katholische Bischöfe haben den Mord an dem 30-jährigen Priester Jacob Chittinapilly aus der Diözese Imphal sowie die neu ausgebrochene Gewaltwelle radikaler Hindus gegen Christen scharf verurteilt. Aus Protest gegen Übergriffe radikaler Hindus auf seine Kirche ist der evangelische Bischof Ezra Sargunam in den Hungerstreik getreten.