Ausgabe: 2000/50, Klimaschutz, CEC, Den Haag, Kirche, Kirchen, bestürzt
12.12.2000
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Die Konferenz Europäischer Kirchen (CEC) hat eine rasche Wiederaufnahme der Verhandlungen über den Klimaschutz gefordert. Bei der jüngsten Klimaschutzkonferenz in Den Haag war es zu keiner Einigung über die Reduzierung der Treibhausgase gekommen. „Die Kirchen seien bestürzt über die Unfähigkeit von Nationen, zu einer gemeinsamen Meinung über die Notwendigkeit der Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen zu gelangen“, heißt es in der Erklärung. Die Verhandlungen waren gescheitert, weil die USA keinen echten Beitrag zur Verringerung des Stickoxyd-Ausstoßes zu leisten bereit sind. Sie wollten die Anrechnung von bereits bestehenden Wäldern und Böden als Stickoxyd-Speicher. Die EU wies diesen Vorschlag zurück, da dadurch keine Verbesserung des Klimaschutzes erreicht werde. Ebenfalls zurückgewiesen hat die EU die Forderung Japans, den Export von Atomkraftwerken als Klimaschutzmaßnahme für das exportierende Land anzurechnen. Die Konferenz Europäischer Kirchen warnt vor einer weiteren Verzögerung der Umsetzung des vor drei Jahren ausgehandelten Kyoto-Protokolls (Österreich müsste demnach bis 2012 die Treibhausgase um 13% reduzieren). „Wenn jetzt nicht gehandelt wird, müssten später die Maßnahmen viel radikaler durchgeführt werden“, betont CEC.