Brasilien. Eine Kampagne gegen die Umwertung von Weihnachten zum Konsumfest des Weihnachtsmannes nach US-Vorbild hat der Verband Christlicher Unternehmer Brasiliens gestartet. Nicht Santa Claus, sondern der in der Armut des Stalles geborene Jesus stehe im Mittelpunkt des Weihnachtsfestes, lautet die Botschaft von Radio- und Fernsehspots. Ein Sprecher beklagte, dass Santa Claus nur als Show-Element zur Verkaufsförderung diene.
Kirche als Zielscheibe
Elfenbeinküste. Von den gewalttätigen Auseinandersetzungen, bei denen bisher 24 Menschen getötet wurden, sind immer öfter auch Kirchenvertreter betroffen. Vergangene Woche ist Bischof Joseph Niangoran Teky von Unbekannten krankenhausreif geschlagen worden. Bereits im November war der französische Missionar getötet worden. Die Spannungen zwischen muslimischem Norden und christlichem Süden sind im Präsidentschaftswahlkampf neu aufgeflammt.
Afrikaner zur Kasse gebeten
Österreich. Studierende aus Entwicklungsländern müssen pro Semester doppelte Studiengebühr (10.000 Schilling) zahlen. Auf diese Benachteiligung im neuen Hochschultaxen-Gesetz hat das Afro-Asiatische Institut Graz hingewiesen. Das Bildungsministerium räume zwar die Möglichkeit ein, einen Antrag auf Rückerstattung zu stellen, doch bestehe darauf kein Rechtsanspruch. Dennoch müssten diese erst einmal 10.000 Schilling besitzen, um sie einzahlen zu können. Darüber hinaus gibt es für Studenten aus dem „Süden“ in Österreich keine legalen Verdienstmöglichkeiten. Für sie gilt ein generelles Arbeitsverbot. Alle anderen EU-Staaten erlauben Teilzeitarbeit und Ferialjobs.