Für den Dialog zwischen den verschiedenen Kulturen ist die Bereitschaft zu Vergebung und Versöhnung maßgeblich. Das schreibt Johannes Paul II. in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag am 1. Jänner. In Anlehnung an das von der UNO für 2001 ausgerufene „Jahr des Dialogs zwischen den Kulturen“ stellt der Papst fest, dass dieser Dialog durch die „Hypothek tragischer Hinterlassenschaften von Kriegen und Hass“ häufig belastet sei.Um diese Schranken zu überwinden, müsse der Weg der Versöhnung eingeschlagen werden. Viele hielten jedoch „diesen Weg für naiv. Aus christlicher Sicht aber ist es der einzige Weg, um das Ziel des Friedens zu erreichen“.
Das Herz echter Kultur
Der Dialog stütze sich „auf das Wissen, dass es Werte gibt, die allen Kulturen gemeinsam sind“. Dazu zählt der Papst den Frieden, den Schutz des Lebens und die Erziehung zur Achtung für den anderen. Religionen „können und müssen“ einen Beitrag zur Pflege des Wissens um diese Werte und zur Entfaltung eines konstruktiven Dialogs leisten.Als „Herz einer echten Kultur“ nennt der Papst den Wert der Solidarität. Es gehe nicht nur darum, den Bedürftigen vom Überfluss abzugeben, sondern „ganzen Völkern den Zugang in den Kreis der wirtschaftlichen und menschlichen Entwicklung zu eröffnen, von dem sie ausgeschlossen sind“.