Kardinal Christoph Schönborn hat am Freitag vergangener Woche drei „Weihnachtswünsche“ der katholischen Kirche an die Politik formuliert: Bei der Ausländerintegration sollte die Familienzusammenführung aus der Zuwandererquote herausgenommen werden. Weiters sollte es eine Harmonisierung zwischen dem Aufenthalts- und dem Arbeitsrecht geben, damit nicht „die paradoxe Situation“ entstehen kann, dass sich jemand legal in Österreich aufhält, aber keine Arbeitserlaubnis erhält. Als ein Anliegen der Kirche nannte Schönborn auch die von Papst Johannes Paul II. initiierte Kampagne zur Entschuldigung der ärmsten Länder der Welt. Die Initiative habe ein großes Echo ausgelöst, die konkrete Umsetzung sei bisher aber nicht allzu „überwältigend“. Umsomehr forderte der Kardinal auch seitens Österreichs zumindest ein „Zeichen“. Die Anliegen will der Vorsitzende der Bischofskonferenz bei den Begegnungen mit Bundespräsident Thomas Klestil und Bundeskanzler Wolfgang Schüssel zur Sprache bringen.