Anlässlich der „Weltgebetswoche für die Einheit der Christinnen und Christen“ (18. – 25. 1.) stellt die Kirchenzeitung in Österreich vertretene Kirchen vor:
Altkatholische Kirche
Die Altkatholische Kirche ist 1871 aus der innerkatholischen Opposition gegen die Dogmatisierung der Unfehlbarkeit und der Allgewalt (Jurisdiktionsprimat) des Papstes hervorgegangen. Sie versteht sich nach dem Vorbild der alten Kirche als eine Gemeinschaft von Nationalkirchen und wird bischöflich-synodal geleitet. Zum dreigliedrigen Amt – Bischof, Priester und Diakon – tritt die Synode hinzu. Gemeinsam bilden sie die Kirchenleitung. Diese ist das oberste gesetzgebende Organ, die sich aus den Vertretern der Kirchengemeinden und den Geistlichen zusammensetzt. Die Altkatholische Kirche Österreichs ist Mitglied der Utrechter Union der Altkatholischen Kirchen. Sie steht in voller Kirchengemeinschaft mit der Anglikanischen Gemeinde, ist sowohl Gründungsmitglied des Ökumenischen Rates der Kirchen als auch Gründungsmitglied des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich und Mitglied der Konferenz Europäischer Kirchen. Die staatliche Anerkennung erfolgte im Jahr 1877. Wegen des staatlichen Widerstandes konnte in Österreich erst 1925 der erste Bischof geweiht werden. Bischofssitz ist Wien mit dem derzeitigen Bischof Bernhard Heitz. Die Altkatholische Kirche Österreichs zählt rund 18.000 Mitglieder mit zwölf Gemeinden.