Der Papst beendet das Heilige Jahr mit einem Schreiben an die Kirche. Darin fasst er seine Vorstellungen für das neue Jahrtausend zusammen.Geht es nach den Vorstellungen von Johannes Paul, dann muss der Enthusiasmus des Heiligen Jahres in wirksame Seelsorgeprogramme umgesetzt werden. Denn die Erfolge für das Leben der Kirche, für Ökumene und den interreligiösen Dialog dürfen „nicht als Rechtfertigung für Selbstzufriedenheit dienen“ oder gar „dazu verleiten, die Hände in den Schoß zu legen“, heißt es im Schlussdokument des Heiligen Jahres „Novo millennio ineunte“. „Am Beginn des neuen Jahrtausends muss unser Schritt schneller werden“, appellierte er an die missionarische Begeisterung der Christen. Zwar sei am 6. Jänner die Heilige Pforte geschlossen worden, „aber mehr denn je bleibt die lebendige Tür – die Jesus Christus darstellt – offen“. Als „sicheren Kompass“ für den Weg der Kirche bezeichnet Johannes Paul II. das Zweite Vatikanische Konzil (dazu Zitat unten).Das Werk der „pastoralen Wiederbelebung“ leitet der Papst mit sieben Schwerpunkten ein. Dies ist eingebettet in die Heiligkeit. Der Weg dorthin soll durch die „Pädagogik der Heiligkeit“ begleitet sein. Dazu zählen Gebet, Eucharistie am Sonntag, Sakrament der Versöhnung (Beichte) und das Hören des Wortes GottesIm vierten Kapitel entwirft der Papst „eine Zukunft der Liebe“. Im Zentrum steht die „Spiritualität der Gemeinschaft“. „Die Kirche zum Haus und zur Schule der Gemeinschaft machen, darin liegt die große Herausforderung, wenn wir dem Plan Gottes treu sein und den tief greifenden Erwartungen der Welt entsprechen wollen.“Zur Ökumene heißt es, sie sei „ein Imperativ, der verpflichtet, eine Kraft, die trägt, und ein heilsamer Tadel für unsere Trägheit und Enge des Herzens“. Deutlich wird der Papst auch beim Kampf gegen Armut: „Daran misst die Kirche ihre Treue als Braut Christi nicht weniger, als wenn es um die Rechtgläubigkeit geht.“ Abschließend meint Johannes Paul: „Nach der Begeisterung des Jubiläums kehren wir in keinen grauen Alltag zurück. Im Gegenteil, wenn unser Pilgerweg echt war, hat er unsere Beine