Als „menschliche und ethische Sackgasse“ bezeichnete der Präsident der Katholischen Aktion Österreichs, Christian Friesl, die so genannte „aktive Sterbehilfe“ (Euthanasie). Er reagierte damit auf die Ergebnisse einer „Imas“-Umfrage, wonach 50 Prozent der Österreicher einem Gesetz zustimmen würden, das Ärzten erlaubt, Sterbenskranke auf deren Wunsch hin zu töten (niederländisches Euthanasie-Modell). Es sei ein Trugschluss, dass derartige Regelungen den Betroffenen mehr Freiheit und Selbstbestimmung ermöglichen, betont Friesl. Vielmehr sei es so, dass zur Beendigung ihres Lebens nur jene Menschen bereit seien, die ihr Leben als wert- und würdelos betrachten bzw. diese Sichtweise von ihrer Umgebung vermittelt bekommen. In der heutigen Gesellschaft gelte oft nur mehr das funktionstüchtige Leben als wertvoll. Diesem Trend müsse mit aller Kraft entgegengewirkt werden.