Ausgabe: 2001/04, Aichern, El Salvador, König, Landau
23.01.2001
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Aichern-Appell an Bartenstein
Linz. Schwere Bedenken gegen die von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein geplante Ausdehnung der Landenöffnungszeiten hat Österreichs „Sozial-Bischof“ Maximilian Aichern angemeldet. Er appellierte an Bartenstein, aus sozialen und wirtschaftlichen Gründen von dem Vorhaben abzurücken. Besonders kritisiert Aichern, dass durch die Pläne Bartensteins (Öffnungszeiten von Montag null Uhr bis Samstag 17 Uhr) einer Ausweitung der Nacht- und Schichtarbeit Tür und Tor geöffnet würde. Das würde vor allem zu Lasten der Familien und der im Handel zahlreich beschäftigten Alleinerzieherinnen gehen. Aichern befürchtet auch, dass durch diese Maßnahme zahlreich Klein- und Mittelbetriebe in ihrer Existenz gefährdet würden.
Missio hilft in El Salvador
Wien. Nach Angaben des Notstandskomitees sind in El Salvador durch das Erdbeben 45.800 Menschen obdachlos geworden. Mehr als 700 Menschen wurden bisher tot geborgen, über 2000 werden vermisst. Missio Austria unterstützte in der am schwersten getroffenen Provinz Usulután nach einem dramatischen Hilferuf den langjährigen Projektpartner Padre Diaz mit einer Soforthilfe von 125.000 Schilling. Für weitere Hilfe bittet Missio um Spenden auf das PSK-Konto 7.015.500.
Erfreuliche Signale
Wien. Kardinal Franz König und der Wiener Caritasdirektor Landau begrüßten die „erfreulichen Signale“ von Politikern auf ihre Vorschläge zum Ausbau einer menschenwürdigen Sterbebegleitung. So hat Minister Bartenstein den Vorschlag eines Karenzurlaubes für pflegende Angehörige positiv aufgegriffen, Staatssekretär Waneck die Forderung nach mehr Hospizeinrichtungen.