Ausstellungen zeigen kulturelle Fülle, die durch Katastrophen verdeckt wird
Ausgabe: 2001/05, Afrika
30.01.2001
- Elisabeth Leitner
Rebellenkriege, Hungersnot, Überschwemmungen – die Bilder von Afrika sind meist recht eindimensional. Der kulturelle Reichtum dieses Kontinents bleibt oft verborgen.
Mit der Ausstellung „Spuren des Regenbogens“ lädt das Linzer Schlossmuseum ab 2. April zu einer viel versprechenden Reise in das südliche Afrika ein. Neue Einblicke in die reiche kulturelle Vergangenheit und lebendige Gegenwart Afrikas soll die Gemeinschaftsproduktion des OÖ. Landesmuseums und des Nordico gewähren. Uralte Felsbilder, Steinskulpturen, Werke weltbekannter zeitgenössischer Künstler/innen , geschnitzte Karikaturen, Perlen- und Flechtarbeiten – insgesamt 400 Ausstellungsstücke werden gezeigt. Das Leben in den von westlicher Bauart geprägten Metropolen wird ebenso beleuchtet wie der Alltag in kleinen Dörfern oder den Townships. Begehbare Nachbauten sollen eine Ahnung davon vermitteln, wie Menschen leben und gelebt haben. Bereits ab 15. Februar ist in der Neuen Galerie der Stadt Linz die Ausstellung „Gold aus Afrika“ zu sehen. Präsentiert werden Goldarbeiten aus Ghana und der Elfenbeinküste aus den letzten 150 Jahren.