Der Krebs des Dickdarms (Dickdarm, Mastdarm, Enddarm) ist nach dem Lungenkrebs der häufigste. In Österreich erkranken jährlich ca. 5000 Menschen daran, etwa doppelt so viele Männer wie Frauen.
Es ist bewiesen, dass zu 90 % bestimmte Ernährungs-gewohnheiten das Entstehen eines Dickdarmkrebses fördern. Eine vererbte Neigung liegt nur bei 10 % vor. Wer sich jahr(zehnt)elang vorwiegend mit Fleisch, Wurst, Gebratenem, Geselchtem, also reich an tierischen Fetten und Cholesterin, ernährt, hat ein größeres Risiko. Faserarme, ballaststoffarme Kost und viel Alkohol ist ebenfalls schlecht für den Darm.
Eine ausgewogene Ernährung, die das Risiko verringert, schaut so aus: viel Gemüse und Obst. Ballaststoffe lassen den Darminhalt rascher durchgleiten, das belastet weniger. Vitamine, die Spurenelemente Selen und Zink und Folsäure helfen dem Immunsystem. Gut ist auch Fisch (Kaltwasserfisch) für die Cholesterinverarbeitung und Prostaglandinhemmung. Insgesamt soll eine kalorienreduzierte Kost und eine Steigerung der Ausdauerbewegung (täglich mindestens 30 min) zu einer Gewichtsreduktion führen. Die frühzeitige Erkennung von Dickdarmkrebs (im Frühstadium) durch eine Vorsorgeuntersuchung ist entscheidend. Der Occult-Bluttest und die Tastuntersuchung des Enddarms mit dem Finger sind einfache Methoden. Die Rektoskopie ist zwar etwas unangenehm, dafür sehr sicher für die Diagnose.
Dr. Franz Daringer, leitender Arzt des Kneipp-Kurhauses der Marien-schwestern in Aspach