Ausgabe: 2001/27, Stenogramm, Todesstrafe, Landwirtschaftskammer, Beruf, Frauen
04.07.2001
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Todesstrafe
Fünfundzwanzig Jahre nach der Einführung der Todesstrafe in den USA bekräftigt die Menschenrechtsorganisation amnesty international: Kein Staat hat das Recht, über Leben und Tod eines Menschen zu bestimmen. Am 2. Juli 1976 gaben die Behörden des US-Bundesstaates Georgia erneut grünes Licht für die Tötung auf staatliche Anordnung. Seitdem sind über 720 Männer und Frauen in 31 US-Bundesstaaten hingerichtet worden. Mehr als 3.700 Menschen warten derzeit in Todeszellen auf ihre Exekution. Amnesty international lehnt die Todesstrafe bedingungslos ab, da sie als Verstoß gegen das Recht auf Leben betrachtet wird. Die Verfahren sind außerdem immer wieder von Irrtümern geprägt, selbst Unschuldige wurden bereits zum Tod verurteilt. Auch der Rassismus spielt bei der Verhängung von Todesurteilen eine Rolle: Schwarze werden häufiger zum Tode verurteilt als Weiße.
Landwirtschaftskammer OÖ
Nach den Abgängen aus den Vorjahren weist der Rechnungsabschluss 2000 wieder einen Überschuss aus. Die Einnahmen von 516,85 Millionen Schilling stehen Ausgaben von 515,73 Millionen Schilling gegenüber.
„Leader+“-Regionen
Vertreter aus Bund und Ländern haben zehn Regionen Ober-österreichs für die besondere Förderung von 2000 bis 2001 durch die Europäische Union nominiert. Insgesamt befinden sich 146 Gemeinden mit 312.000 Einwohner/innen in den „leader+“-Regionen. Das sind doppelt so viele wie in der abgelaufenen Förderperiode. Das Programm ist eine Gemeinschaftsinitiative für den ländlichen Raum. Da alle zehn oö. „Leader+“-Gebiete den geforderten Kriterien entsprechen, steht einer Genehmigung in Brüssel nichts mehr im Weg.
Technische Lehrberufe für Frauen
Entschieden sich 1997 noch 60 Prozent aller weiblichen Lehrlinge für die drei Lehrberufe Büro- und Einzelhandels-Kauffrau sowie Friseurin, ist dieser Anteil nun auf 50 Prozent gesunken. Diese Flexibilität muss jetzt genützt werden, um Mädchen für einen Lehrberuf im technischen Bereich zu motivieren, betonen Landesrat Josef Fill und Dr. Roman Obrovski vom AMS OÖ. Von den 2.220 Jugendlichen in den technischen Lehrberufen sind nur 7 Prozent Mädchen.