Laut biblischem Schöpfungsbericht übertrug Gott dem Menschen die Herrschaft über die Tiere. Von Ausbeutung und Schinderei ist keine Rede.
Die gültige Maßeinheit für Leistung ignorierend, wird bei Autothemen zumeist von PS, also Pferdestärken, gesprochen. Zu lange war das Pferd wie manch anderes Tier dem Menschen ein treuer Garant der Mobilität, als dass es durch eine neue physikalische Einheit verdrängt würde. Manche Völker gelten bis heute als typische Reitervölker, auch die Nähe und Liebe der amerikanischen Ureinwohner zu Pferden ist bekannt. Vielfältig wurde und wird das Pferd (ähnlich wie Esel, Maultier, Ochse, Elefant oder Kamel) beansprucht: Reiten, Lastentragen, als Zugtier, um nur einige Bereiche zu nennen. Als Kutschen-Zugtier und als „lebender Motor“ der Pferdeeisenbahn trug das Pferd vor Jahrzehnten wesentlich zum Entstehen einer allgemeinen Mobilität bei. Und ältere Leute erinnern sich an den Einsatz von Hunden als Zugtiere kleiner Karren.
Die prophetische Verheißung des Ersten Testaments sieht den erwarteten König reitend einziehen: „Er reitet auf einem Fohlen, dem Jungen einer Eselin“ (Sach 9, 9). Der Ritt Jesu nach Jerusalem am Palmsonntag seines Lebens wurde von den Evanglisten in diesem Licht gedeutet. Wie viel der Mensch seinem Freund, dem Tier, verdankt, ist schnell auszumachen: auf Kosten des tierischen Energieeinsatzes sind Entfernungen überwindbar, Lasten bewegbar, steile Gebirgspfade ob instinktiver Trittsicherheit begehbar. Felder werden mit weniger menschlichem Aufwand ertragreicher gemacht. Diese Leistungen sind vielen, die sie nutzen, selbstverständlich. Dabei wären guter Umgang, Pflege, Futter und eine Portion Respekt das Mindeste, das den Tieren gebührt.
„Unsere Mulis sind nach 25 Jahren alt geworden, eines haben wir im letzten Herbst durch einem Absturz verloren“, berichtet eine Missionsschwester aus Kolumbien, die nur mit Maultieren zu Indiodörfern im Hochgebirge gelangt. Große Dankbarkeit klingt an, wenn sie von ihren Vierbeinern spricht … Mensch und Tier könnten ein ideales Gespann sein. Vorausgesetzt die Achtung vor der Schöpfung ist die Grundlage dafür.