Die 98 „illegal“ in der Schweiz lebenden Ausländer, die seit mehr als einem Monat die St.-Pauls-Kirche in Fribourg besetzen, wollen ihre Aktion erst dann abbrechen, wenn sie eine Aufenthaltsbewilligung erhalten. Derzeit werden Vorbereitungen für eine Feier zum 50. Besetzungstag getroffen, erklärten die ohne Aufenthaltsgenehmigung („Sans-papiers“) in der Eidgenossenschaft lebenden Ausländer. Sie kündigten an, der französische Bischof Jacques Gaillot werde sie diese Woche besuchen, und vom Bischof von Lausanne begleitet werden.Die Mehrheit der „Papierlosen“ stammt aus dem Kosovo, Serbien und Mazedonien. Weitere Herkunftsländer sind Libanon, Ecuador, Portugal, Angola und die Kurdenregion in der Türkei. Einige haben bereits 13 Jahre in der Schweiz gearbeitet.
Menschenwürde
Nach Angaben der Caritas leben derzeit zwischen 150.000 und 200.000 Ausländer ohne gültige Ausweispapiere in der Schweiz. Angesichts dieser großen Zahl trete man dafür ein, „dass langfristig globale Regelungen für eine menschenwürdige Lösung gesucht werden“. Der Grundsatz der unteilbaren Menschenwürde gebiete es, dass auch den von der Wirtschaft „schwarz“ Beschäftigten „minimale Rechte und Sicherheiten zugestanden werden“, betonte ein Caritas-Sprecher.