Ernst Dickl, Bademeister. Im Linzer Parkbad macht er als ältester Bademeister seit 1978 seinen Dienst – und das bei jeder Wetterlage!
Sie sind seit 26 Jahren Bademeister. Was hat sich im Vergleich zu früher verändert?
Früher waren die Leute disziplinierter. Aber ich habe ein gutes Verhältnis zu den Leuten. Man muss die Leute behandeln können ...Wie man zu den Leuten ist, so kommt es zurück. Auch mit den Jungen ist das so: Wenn man sie ein wenig mit dem Schmäh packt, gibt es keine Schwierigkeiten.
An Spitzentagen sind bis zu 3800 Sonnenhungrige im Freibad. An einem regnerischen Tag sind nur wenig Schwimmer/innen zu sehen. Was macht ein Bademeister die ganze Zeit?
Wir haben den ganzen Tag Arbeit. Es werden die Bäder gereinigt, das Wasser überprüft, die Rutschen kontrolliert ... wenn das Publikum kommt, geht’s los. Aufpassen, dass niemand seitlich ins Becken springt, verlorene Kinder ausrufen und erste Hilfe leisten.
In der TV-Serie „Baywatch“ wird ständig jemand gerettet. Ist das auch im Parkbad so?
Ich habe als Bademeister ein Mädchen, einen Buben und eine Frau gerettet. Alle drei waren schon klinisch tot, alle drei haben überlebt.