Konradfest: Im Gedenken an Lydia Roppolt in St. Konrad/Oberwang
Ausgabe: 2001/30, Roppolt, Konradfest, St. Konrad
25.07.2001
- Elisabeth Leitner
Die Konradkirche trägt ihre unverwechselbare Handschrift: Die Künstlerin Lydia Roppolt hat von 1967 bis 1995 in Oberwang gelebt und gearbeitet.
„Was sich hier in St. Konrad vollzieht, ist faktisch die Geburt eines neuen Gesamtkunstwerkes zur Ehre des seligen Märtyrerabtes Konrad von Mondsee“, so beschrieb die Künstlerin Lydia Roppolt im Jahr 1995 das Phänomen St. Konrad bei Oberwang. „Die Menschen erfassen intuitiv, dass hier höchste Einheit ist, ein durch Jahrhunderte geprägter Ausdruck der Sehnsucht nach dem Licht.“ Licht, das die Farben erweckt, Licht, das verschwindet – Licht übte auf Lydia Roppolt eine ungeheure Faszination aus, die auch in ihrem künstlerischen Schaffen ihren Niederschlag gefunden hat. „Nichts Schöneres unter der Sonne, als unter der Sonne zu sein“ – diesen Vers von Ingeborg Bachmann hat Roppolt gerne zitiert. Im Gedenken an die zu Lebzeiten nicht unumstrittene Künstlerin, die nach ihrem Tod als „eine der stärksten Persönlichkeiten der sakralen Gegenwartskunst“ gewürdigt wurde, findet auch heuer das Konradfest in Oberwang statt.
5. August: Konradmesse, 11 Uhr. Konzert, 20 Uhr. Musik von Martin und Lukas Haselböck (Uraufführung).