Ausgabe: 2001/30, Gentech-Pflanzen, Horizont3000, Zeiner, UN, Afrika, Asien, Lateinamerika
25.07.2001
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
„Welthunger ist keine Frage fehlender Nahrungsmittel, sondern die Folge ungerechter Verteilung“, sagt Robert Zeiner. Der Geschäftsführer von HORIZONT3000 übt scharfe Kritik am jüngsten UN-Bericht über die menschliche Entwicklung. Erstmals werden darin Gentech-Pflanzen gegen den Welthunger empfohlen, das „enorme Potenzial“ der Gentechnologie für die Nahrungssicherheit in Afrika, Asien und Lateinamerika in den Vordergrund gerückt. Zeiner hingegen betont, dass Gentech sowohl die wirtschaftliche als auch kulturelle Eigenständigkeit der Länder des Südens gefährde. Durch Gentech-Pflanzen würden die BäuerInnen in die absolute Abhängigkeit internationaler Konzerne getrieben. Darüber hinaus konnten bisher keine internationalen Studien eine bedeutende Ertragssteigerung durch gentechnologisch veränderte Nahrungspflanzen belegen. „Gentechnik in der Landwirtschaft des Südens wird arme kleinbäuerliche Familien langfristig durch agro-industrielle Landnutzung verdrängen“, urteilt Robert Zeiner.