Vor einer Aushöhlung der Genfer Flüchtlingskonvention hat UN-Flüchtlingshochkommissar Ruud Lubbers gewarnt. Durch sie hätten Tausende Leben gerettet und Menschen vor Gefängnis, Folter und anderen Menschenrechtsverletzungen geschützt werden können, betonte er anlässlich des 50. Jahrestages der Flüchtlingskonvention. Lubbers kritisierte, dass diese vermehrt in Frage gestellt werde. Politische Machtkämpfe würden auf dem Rücken der Flüchtlinge ausgetragen werden. Er kritisierte besonders, dass Staaten zunehmend Artikel 33 der Konvention verletzten, wonach kein Flüchtling direkt in eine Gefahrensituation zurückgeschickt werden oder daran gehindert werden darf, eine solche zu verlassen. Am 29. Juli meinte Johannes Paul II., dass „nicht wenige, schwerwiegende Mängel“ in der Verwirklichung der Flüchtlingskonvention gebe. Die einzelnen Staaten und Politiker sollten die notwendigen Schritte setzen, um die Pflicht zu einer menschenwürdigen Aufnahme der Flüchtlinge besser zu erfüllen.