Ausgabe: 2002/01, Kurz berichtet, Vatikan, Budapest, Klagenfurt
02.01.2002
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Wunder anerkannt
Vatikan. Der Heilgsprechung des mexikanischen Sehers Juan Diego (1474–1548), des italienischen Kapuziners Pater Pio (1887– 1968) und des Gründers des Opus Dei, Josemaria Escriva (1902–1975) steht nichts mehr im Wege. In Anwesenheit des Papstes wurden kürzlich die Dekrete veröffentlicht, die Wunder anerkennen, die auf Anrufung der drei Seligen zustande kamen. Die drei können – ebenso wie der Kapuziner Ignazio da Santhia (1686–1779) und die Ordensgründerin Benedetta Cambiagio Frassinello (1791– 1858) – bald heilig gesprochen werden.
Gegen neue Polarisierung
Klagenfurt. Vor Machtdemonstrationen im Kärntner Ortstafelkonflikt hat die Katholische Aktion gewarnt. In Folge eines Urteils des Verfassungsgerichtshofes, das die Anbringung von zweisprachigen Ortstafeln bereits ab zehn Prozent slowenischer Bevölkerung (bisher 25%) verlangt, kam es zu heftigen Attacken von Landeshauptmann Haider. Daraufhin rief Bischof Alois Schwarz alle Beteiligten zu „Augenmaß und Besonnenheit“ auf. Die KA, die sich seit Jahrzehnten für eine Verständigung der Volksgruppen einsetzt, forderte die Christen auf, sich nicht polarisieren zu lassen. Offene Fragen und Probleme dürften nicht durch Macht und Angst gelöst werden, sondern durch das gemeinsame Gespräch.
Wächter des Morgenrots
Budapest. Rund 70.000 Jugendliche nahmen zum Jahreswechsel am 28. Europäischen Taize-Treffen in Budepest teil. In einem Grußwort ermutigte der Papst die Teilnehmer/-innen, in einer von Gewalt und Angst zerrissenen Welt nach „Zeichen der Hoffnung zu suchen“ und „Wächter des Morgenrots“ einer neuen Zeit zu sein.