Ausgabe: 2002/01, Krieg, Weihnachtsansprache, Papst Johannes Paul II, Papst, Vatikan
02.01.2002
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
„Der andauernde Krieg in verschiedenen Regionen der Welt, die sozialen Spannungen und die peinigende Armut vieler Menschen machen unsere Herzen an diesem Weihnachtsfest betrübt und bestürzt“, sagte Papst Johannes Paul II. in seiner Predigt zur Mitternachtsmette. In seiner weltweit übertragenen Christtagsansprache rief der Papst dazu auf, die trennende Wand der Feindschaft und Intoleranz zwischen den Menschen und Völkern niederzureißen. Die Völker sehnten sich nach einer „globalisierten Menschheit“, die nicht von wirtschaftlichen Interessen, sondern von Gerechtigkeit und Solidarität bestimmt sei, ging der Papst auch auf die Wurzel vieler Konflikte ein. „Jeden Tag erreicht mich der Schrei von Menschen, die um eine gerechte Verteilung der Güter und um angemessene Bezahlung der Arbeit bitten.“ Die Geburt Christi stelle die Würde aller Menschen wieder her. Er sei gekommen, um die Wunden des Lebens zu heilen. „Er ist unser Friede.“