Der bedrohte Friede und die Forderung nach Gerechtigkeit, Solidarität und Dialog standen im Mittelpunkt der Weihnachtsansprachen der österreichischen Bischöfe. Bischof Klaus Küng etwa verwies auf die Krisenherde der Welt und betonte, dass durch die technischen Möglichkeiten wie atomare und biologische Waffen die Kriegsfolgen um vieles bedrohlicher geworden seien. Auch die Hintergründe, die zu Konflikten führen, seien komplexer geworden: durch einseitiges Nutzen des Fortschritts sei der Abstand zwischen Arm und Reich noch größer geworden. „Elend aber ist der beste Nährboden für Fanatismus und Terror“, betonte Küng und forderte Schritte zu größerer globaler Gerechtigkeit. Bischof Aichern rief dazu auf, sich mehr um das Wort Gottes und das Wort zwischen den Menschen zu bemühen. „Wir brauchen den Dialog in der Kirche, in der Welt, im Staat und in der Familie.“ Wir stünden heute nicht nur in New York vor den Trümmern unserer „so schön“ aufgebauten Welt. „Wir spüren, dass in vielen Bereichen die Fundamente unsicher sind oder fehlen“. Aichern rief zu einer Sprache der Menschlichkeit und des Wohlwollens auf. Für einen verstärkten Dialog zwischen den Kulturen und Religionen zum Wohl der Menschen trat Kardinal Christoph Schönborn ein.