Ausgabe: 2002/02, Assisi, Religionsführer, Vatikan, Weltfriedenstreffen, Rom
08.01.2002
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Der Vatikan rechnet mit bis zu 250 Religionsführern beim Welt-Friedenstreffen in Assisi am 24. Jänner. Bisher seien mehr Zusagen eingegangen als beim ersten Assisi-Friedenstreffen im Jahr 1986. Insbesondere hätten mehrere hochrangige Rabbiner sowie das Oberhaupt der Weltorthodoxie, Patriarch Bartholomaios I. von Konstantinopel, ihr Kommen zugesagt. Die protestantischen Kirchen, aber auch die Adventisten, Baptisten, Mennoniten und Quäker entsenden ebenfalls Spitzenvertreter.
Mit besonderer Aufmerksamkeit wird verfolgt, welche Führer des Islam – erwartet werden etwa zehn hochrangige muslimische Geistliche – sich auf den Weg in die Franziskus-Stadt machen werden. Der japanische Führer der reformbuddhistischen Bewegung, Nichiko Niwano, wird ebenso vertreten sein wie zahlreiche andere buddhistische Geistliche. Fraglich ist die Teilnahme des Dalai Lama, der am selben Tag einen seit langem festgelegten Termin hat.
Details sind unterdessen auch über die gemeinsame Zugfahrt der religiösen Würdenträger von Rom nach Assisi bekannt geworden. Am vatikaneigenen Bahnhof, der seit Jahren nicht mehr für Personenfahrten benutzt wurde, wird die italienische Staatsbahn einen Sonderzug mit fünf Wagen zur Verfügung stellen.