Sie pendelte zwischen den Welten: eine Kärntnerin in New York
Ausgabe: 2002/06, Kiki kogelnik, New York, Ausstellung, Masken, Glasskulptur
05.02.2002
- Elisabeth Leitner
Masken: verstecken, verzerren, verbergen, decken auf, .. . Star Head von Kiki Kogelnik aus dem Jahr 1995. Glasskulptur aus Muranoglas. Diese Skulptur ist in der Neuen Galerie der Stadt Linz ausgestellt.
„Kunst kommt von künstlich“ - mit diesem Satz machte sich die Künstlerin Kiki Kogelnik im Jahr 1967 unbeliebt. Sie lebte damals bereits in New York.
In der Galerie „Nächst St. Stephan“ – gegründet von Msgr. Otto Mauer – hatte sie in den 50 er Jahren ihre erste Ausstellung. Mit 27 Jahren verließ die junge Kärntnerin nach einem abgeschlossenem Studium an der Wiener Akademie der bildenden Künste ihre Heimat und ging nach New York.
Ihre Kunst ist von amerikanischer Pop-Art beeinflusst. Sie mischte diese Pop-Art mit europäischen Eindrücken und entwickelte einen eigenen Stil. 1967 sagte sie in Abgrenzung zum Versuch, den Ursprung der Kunst in der Natur zu sehen: „Kunst kommt von künstlich!“. Vielfach wurde sie anschließend kritisch als „abgehoben im fernen New York“ betrachtet.
In den 70 er Jahren entstanden „Frauenbilder“ im Siebdruckverfahren. Die Darstellungen zeigen - kritisch und humorvoll betrachtet - Frauen als Objekte der Konsumgesellschaft, modisch ausstaffiert, in Posen der Stars, gekünstelt, inszeniert. Später reduzierte sie diese Figuren auf schablonenhafte Masken. Von Masken, die sie in Murano (Italien) produzieren ließ, war sie jahrelang fasziniert. Am 1. Februar 1997 starb Kiki Kogelnik im Alter von 62 Jahren in Wien an Krebs.