Die 18-jährige sudanesische Christin Abok Alfa Akok, die von einem islamischen Gericht zur Steinigung verurteilt worden war, weil sie ein uneheliches Kind erwartet, ist nun doch begnadigt worden. Die junge Frau hatte stets betont, dass sie Opfer einer Vergewaltigung geworden sei. Die islamischen Richter hatten ihrer Darstellung allerdings keinen Glauben geschenkt.
Das Todesurteil gegen die 18-jährige Christin hatte in Kirchenkreisen Empörung ausgelöst. Insbesondere wurde darauf verwiesen, dass die Sharia nicht auf Nichtmuslime angewendet werden dürfe. Zudem hatte die junge Frau vor dem islamischen Gerichtshof keinen Verteidiger; der ganze Prozess wurde auf Arabisch abgewickelt, obwohl Abok Alfa Akok, die dem Dinka-Volk angehört, diese Sprache nicht versteht. Um die Begnadigung der 18-Jährigen hatte sich die römische Gemeinschaft von Sant’Egidio aktiv eingesetzt.