Belgiens Regierung hat sich entschuldigt, in die Ermordung des ersten frei gewählten Ministerpräsidenten des Kongo (Zaire), Patrice Lumumba, verwickelt gewesen zu sein. Lächerliche 3,75 Mill. Euro (51,6 Mill. S) will Belgien nun zur Wiedergutmachung als Startkapital in eine Stiftung einbringen zur Förderung demokratischer Entwicklungen in der Ex-Kolonie. Denn die Kleptokraten, deren Aufstieg durch Lumumbas Abgang geebnet wurde, haben dem Volk viel mehr gekostet. Und auch heute verhält sich Brüssel „neutral und apatisch“ gegenüber dem Schicksal des Kongo, wie es nun die Regierung für ihr Verhalten am 17. Jänner 1961 eingestanden hat.