Ausgabe: 2002/08, Familiensaga, Ilse Bachl, Herbst der Nachkommen, jbl-Verlag, STeyr,
19.02.2002
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Februar 1934 in Steyr. Der Vater von Edith und Helga ist Schutzbündler und die Mädchen begreifen, dass er sich in großer Gefahr befindet. Sie werden erwachsen in einer politisch turbulenten Zeit, erleben die NS-Zeit und gründen nach dem Zweiten Weltkrieg selbst Familien. Der Roman endet plötzlich.
Die beiden Frauen stehen an der Steyr und vergleichen den Fluss mit der Zeit und ihrem Leben. Es bleibt die Erwartung, dass es noch eine Wendung im Schicksal der Schwestern geben müsste. Ungewöhnlich ist die genaue Beschreibung einzelner Szenen im Leben der Frauen, dazwischen passieren große Sprünge. Dass die Autorin bei allen Beziehungen zwischen Männern und Frauen sofort körperliche Regungen und Handlungen beschreibt, wirkt eher plump.
Ilse Bachl, Herbst der Nachkommen, jbl-Verlag, ca. E 14,40–/S 198,–.