Mit meinem Namen habe ich mich als 12-Jährige beschäftigt. In Deutsch haben wir Namen gedeutet: Walburga bedeutet der „Wall“ (Schutz) und die „Burg“. Damals hat mich das nicht besonders berührt. Als Jugendliche mischte sich zum vertrauten „Burgi“ die Anrede „Waldi“. Wie gut, als diese Zeit vorbei war!
Angesprochen fühle ich mich auch von meiner Namenspatronin. Die hl. Walburga, geboren um 710 in England, wurde als Missionarin nach Deutschland gerufen. Bekannt ist sie als Äbtissin eines Benediktinerinnenklosters. Es ist überliefert, sie habe mit drei Ähren ein Kind vor dem Hungertod gerettet. Die Deutung ihres Namens als „Schutz bietende Walstatt“ hat sie in ihrem Leben verwirklicht. Dem möchte ich mich annähern. Schutz geben als Bild für engagiert sein. Momentan ist mir das Volksbegehren Sozialstaat ein großes Anliegen.
Walburga Svoboda ist Sozialarbeiterin bei der Caritas.