Jakarta. Vertreter von Christen und Muslimen haben auf den indonesischen Molukken einen Friedensvertrag unterzeichnet. Das Abkommen soll die blutigen Auseinandersetzungen beenden, die in den letzten drei Jahren 13.500 Menschen das Leben gekostet haben. Für P. C. J. Bohm vom Krisenzentrum der Diözese Ambon ist der Vertrag ein erster Schritt auf einem langen Weg. Ob sich die islamistischen „Heiligen Krieger“ (Laskar Jihad) an den Vertrag halten, sei ungewiss.
Bischöfe gegen Stimmenkauf
São Paulo. Wenige Monate vor den Präsidenten- und Gouverneurswahlen in Brasilien startete die katholische Bischofskonferenz eine Kampagne gegen Stimmenkauf, Manipulation und Wahlbetrug. Mit Faltblättern und Broschüren, die vor korrupten und skrupellosen Kandidaten warnen, soll die Bevölkerung aufgeklärt werden. Die Kirche empfiehlt keine Kandidaten oder Parteien, sie macht aber ethische Kriterien deutlich und fordert dazu auf, Politiker danach zu bemessen, was sie für Bildung, Gesundheit, Wohnung und gerechtere Einkommensverteilung tun wollen. Erst vor kurzem übten die Bischöfe heftige Kritik an der neoliberalen Politik der Mitte-Rechts-Regierung, die die Ungleichheit im Land vertieft habe.
Sorge um Berufungen
Vatikan. Besorgt über die Krise der Priesterberufungen äußerte sich Papst Johannes Paul II. bei einer Zusammenkunft mit Klerikern der Diözese Rom. Er warnte davor, sich in der Krise häuslich einzurichten und sich damit zufrieden zu geben, dass der Mangel an Priesterberufungen durch verstärkten Einsatz der Laien kompensiert werde. Die Priester rief er auf, weniger Manager und mehr geistliche Menschen zu sein. Nur so seien sie Vorbilder.