Am 1. März findet die Vorausscheidung zum Song-Contest 2002 statt. Zehn Kandidat/innen bewerben sich um einen einzigen Platz. Unter ihnen auch Bluatschink, die sich schon des Öfteren für soziale Projekte engagiert haben.
Gegründet haben Toni Knittel und Peter Kaufmann die Gruppe, weil sie einen Kraftwerksbau im Lechtal verhindern wollten. Vorträge und Diskussionen schienen ihnen zu wenig. So versuchten sie, die Menschen mit Liedern auf der Gefühlsebene anzusprechen. Seither haben sie sich immer wieder engagiert, z. B. bei ihrem Benefizkonzert für den Arbeitskreis Flüchtlingshilfe in St. Georgen/Gusen. Mit der Kandidatur zum Song-Contest möchten die beiden Musiker das Thema „Wiederaufbau in Bosnien“ mehr ins Blickfeld rücken. Toni & Peter wollen auch die Tantiemen des Jahres 2002 für das Song-Contest- Lied „Bluama in da Scherba“ der Aktion „Bauern helfen Bauern“ zur Verfügung stellen. Von dem Geld soll bosnischen Bauern geholfen werden. Die Musik der beiden Tiroler bewegt sich zwischen kritisch-tiefsinnig und locker-lustig. Zu Beginn der Karriere stand die Umwelt im Vordergrund.
Mittlerweile ist die Palette aber wesentlich breiter geworden. Im Repertoire von Bluatschink haben sehr viele Themen ihren Platz: Es gibt Lieder über Integration von Behinderten, gegen Rassismus und vieles mehr. Auf der anderen Seite existieren Lieder, die den Zuhörer zum Lachen bringen oder zum Blödeln verleiten. Die richtige Mischung aus ernst und heiter ist das Erfolgsrezept der beiden.Bluatschink-Musik, das ist in den meisten Fällen zwei Stimmen und zwei Gitarren (beim Song-Contest werden sie allerdings noch zusätzlich unterstützt). Die beiden Tiroler kommen im Normalfall ohne großes Arrangement aus. „Unser Publikum hört gerne zu, lauscht den Geschichten und lässt sich gleich darauf wieder zu hemmungslosem Geblödel verführen – so mögen wir das!“, meint Toni Knittel.
Das Lied, mit dem sich die beiden für den Song-Contest bewerben, entstand im Zusammenhang mit dem Benefizkonzert in St. Georgen. Dort trafen Toni Knittel und Peter Kaufmann mit zwei Flüchtlingen aus Bosnien zusammen. Diese erlebten den schrecklichen Krieg und gaben dennoch die Hoffnung nie auf. Mit dem Satz: „The moment I lose my hope, I die – Wenn ich keine Hoffnung mehr habe, sterbe ich!“, gaben sie den Anstoß für die Entstehung des Liedes „Bluama in da Scherba“. Der Song wendet sich gegen das Vergessen und soll Hoffnung schenken.