Die eine nur das Fleisch, die andere nur den Reis, die Dritte mit Murren ein paar Kartoffeln. Sonntag ist, und Mittagessen. Wählerisch ist sie geworden, die junge Generation. Schmeckt mir halt nicht! Am Nachmittag dann die gewohnten Gänge in die Küche: Die Eltern lassen einen ja glatt verhungern in dieser Welt.
Semesterferien in einer engen Ferienwohnung. Die Kochgelegenheit gerade so, dass man ein kleines Schneidbrettl zwischen Abwasch und Herdplatte unterbringt. Was einfach ist, wird gekocht. Nudeln auf diese Art heute, Nudeln auf jene Art gestern. Wenig Geschirr soll man brauchen. Und keine Wahlmöglichkeiten. Es ist ja auch sonst nichts da.
Welch Wunder. Es ist schon der letzte Tag und bei jeder Mahlzeit haben alle gegessen. Und geschmeckt hat es ihnen! Ganz anders als bei den mit „Liebe“ zubereiteten Mahlzeiten sonst. Man nahm sich Zeit. Es machte nichts, wenn das Geschirr ein wenig länger stehen blieb. Und sie haben beim Abwasch geholfen, eine nach der anderen. Gerechtigkeit muss sein. Ach, wenn doch allezeit ...