Ausgabe: 2002/09, Volksbegehren, Sozialstaat, Riedlsberger, Globalisierung, EU
27.02.2002
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung mit Gewerkschaftern unterstützte der Leiter der Katholischen Sozialakademie, P. Alois Riedlsperger, das überparteiliche Sozialstaat-Volksbegehren. Es liegt zwischen 3. und 10. April zur Unterzeichnung auf.
Die Auseinandersetzung sei angesichts der bevorstehenden Herausforderungen eine „Schlüsseldiskussion“, meinte Riedlsperger. Die zunehmende internationale Verflechtung (Globalisierung), aber auch Entwicklungen innerhalb der EU erhöhen den Druck auf den Sozialstaat. Dazu komme, so Riedlsperger, dass sich die Voraussetzungen, auf denen das gegenwärtige Sozialsystem beruhe, verändern. Das gelte für die neuen Arbeitsformen ebenso wie für den Altersaufbau der Bevölkerung, die Situation der Frauen und Familien oder die Integration von Zuwanderern. Das Volksbegehren biete die Gelegenheit, sich für die Absicherung und Weiterentwicklung des Sozialstaates zu engagieren.