Elf inhaftierte Geistliche mehrerer Kirchen sind nach zweitägiger Haft in Bulawayo wieder frei gelassen worden. „Zu Beginn war die Polizei etwas rau mit ihnen, aber sie sind zumindest nicht gefoltert worden“, sagte P. Martin Schupp. Wie der Provinzial der Mariannhiller Missionare berichtet, müssen sie sich am 4. März erneut vor Gericht verantworten. Nach einem ökumenischen Friedensgebet in der katholischen „Christkönig“-Pfarre war Noel Scott, der Rektor der anglikanischen Friedenskirche von Bulawayo, am 16. Februar von der Polizei in Gewahrsam genommen worden. Daraufhin folgten mehrere Geistliche und Laien den Beamten vor die Polizeistation, wo sie für Scotts Freilassung beteten. Daraufhin wurden weitere zehn Geistliche festgenommen.
Bei der Polizeiaktion handelte es sich um eine „reine Einschüchterungsmaßnahme“, meinte P. Schupp, denn „stichhaltige Gründe“ für ihre Verhaftung hätten nicht vorgelegen. Weiters beklagte der deutsche Missionar, dass jeden Tag Hunderte von Schwarze wegen angeblicher Verstöße gegen die Sicherheitsgesetze verhaftet werden.
Wie berichtet, finden in dem südafrikanischen Land am 9. und 10. März Präsidentschaftswahlen statt. Der seit 1980 regierende Präsident Robert Mugabe bewirbt sich um eine fünfte Amtszeit.