Bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit setzt die Regierung vor allem darauf, dass um die Jahresmitte die Konjunktur wieder anzieht. Es ist schon richtig, dass eine wieder in Schwung kommende Wirtschaft auch den Arbeitsmarkt neu belebt. Das bedeutet aber nicht, dass man sich eine aktive Arbeitsmarktpolitik sparen kann. Und hier hat Österreich schon seit Jahren erhebliche Defizite. Bereits im Sozialhirtenbrief von 1990 beklagten die österreichischen Bischöfe, dass sich die Verantwortlichen offensichtlich mit einer bestimmten Arbeitslosenrate abgefunden hätten. Dass die gegenwärtige Lage nicht genutzt wird, um mit Volldampf mehr Menschen für zukünftige Hoffnungsbranchen zu qualifizieren, bestätigt die „ernste Sorge“ der Bischöfe.