Sehr unangenehme Missempfindungen in den Beinen, besonders in Ruhe, z. B. während der Nacht, werden als Restless-Legs-Syndrom bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Nervenerkrankung, die Ursache ist bisher unbekannt. Man vermutet eine Störung eines Nervenüberträgerstoffes (Dopamin) im Rückenmark. Die Beschwerden: Kribbeln, Unruhe, Reißen, Jucken, Krämpfe, Schmerzen und Ruhelosig-keit. Ständiges Bewegen, Drehen, Reiben oder Umhergehen zwingen den Patienten zu manch unruhiger Nacht. Oft können Empfindungen nicht beschrieben werden, sind aber umso quälender. Sehr häufig werden Fehldiagnosen gestellt wie Depression, Venenleiden, Durchblutungsstörungen, Gelenksprobleme, Rheuma oder Folge von Zuckerkrankheit (diabetische Neuropathie). Wie erwähnt liegt die Ursache bei einem Nervenüberträgerstoff, weshalb sich die Behandlung in diese Richtung bewährt. Nach der Einnahme eines Mittels, das gegen Schüttellähmung (Morbus Parkinson) verwendet wird, kommt es bei den meisten Patienten zu einer Besserung. Zusätzlich helfen auch kalte Waschungen oder Güsse, die Missempfindungen zu ertragen. Akupunktur und Homöopathie bieten zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten. Sie können Informationen zum Thema auch unter www.restless-legs.at einholen.
Dr. Franz Daringer, leitender Arzt des Kneipp-Kurhauses der Marienschwestern in Aspach.