„Ein friedliches und verständnisvolles Zusammenleben“ zwischen Zuwanderern und Einheimischen soll durch das neue Integrationspaket gefördert werden. So verkündeten es die Vizekanzlerin und drei Minister vergangene Woche. Darauf, was diese Woche von der Regierung dazu auf den Tisch gelegt wurde, lässt sich – leider – nur ein Reim machen: Die Botschaft hör ich wohl, doch mir fehlt der Glaube. „Schlimmer als befürchtet“ kommentiert die Katholische Aktion. „Das wäre eine Blamage, wenn dieser Entwurf rechtskräftig würde“, meinte Caritas-Präsident Franz Küberl. Weder KA noch Caritas sind dagegen, dass die Zahl der Zuwanderer nach Bedarf festgelegt wird. Sie vertreten auch die Ansicht, dass Integration ohne Sprachkenntnisse schwer möglich ist. Sie lehnen aber Zwangssprachkurse ab, weil man dadurch Zuwanderern Integrationsunwilligkeit unterstellt. Und sie kritisieren, dass Zuwanderer auf dem Arbeitsmarkt, im Sozialrecht und im Recht auf Familie wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden.