Schadenersatz – Philippinen die Opfer gehen leer aus
Kommentar von Redakteur Walter Achleitner
Ausgabe: 2002/10, Philippinnen, Marcos, Sin, Geld, Schweiz, Fluchtkapital, Terror
05.03.2002
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Die philippinische Armee verstärkt ihre Terrorbekämpfung mit Schützenhilfe von US-Beratern. Im Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit im Süden des Inselreiches fehlt jedoch jeder Peso. Ähnliches klagt nun Manilas Kardinal Sin für die Opfer der Marcos-Diktatur. Zwar wurden 10.000 Filipinos Schadenersatzzahlungen für erlittene Menschenrechtsverletzungen zuerkannt. Doch dem Marcos-Clan fehlen angeblich die notwendigen zwei Milliarden Euro. Nur: dieselben Gerichte lehnen den Zugriff auf jene Schweizer Konten ab, auf denen das Fluchtkapital der Marcos seit über 16 Jahren geparkt ist.