Nasenbluten ist meistens harmlos. Außer bei gestörter Blutgerinnung (Medikamente, seltene Blutkrankheiten und Tumore im Nasen-bereich) hört es von selbst auf. Das Platzen kleiner Blutgefäße in der Nasenschleimhaut wird verursacht durch: Nasenbohren, kräftiges Schnäuzen, Faustschlag, Bluthochdruck, trockene Luft (lässt die Schleimhaut austrocknen), grippale Infekte (steigern die Durchblutung der Schleimhaut), Blutverdünnungsmedika-mente, reizende Gase oder einfach ohne bestimmte Ursache (habituelles Nasenbluten). Wenn Nasenbluten häufig auftritt, sollte unbedingt ein HNO-Spezialist aufgesucht werden. Vermeiden Sie Nasenbohren (ist ohnehin nicht schicklich), heftiges Schnäuzen und sorgen Sie für angenehmes, feuchtes Raumklima. Nasentropfen oder -salben können zusätzlich die Schleimhaut schützen. Der hohe Blutdruck muss unbedingt behandelt werden, und seltene Blutungsursachen müssen ebenfalls ausgeschlossen werden. Wenn das Blut einmal tropft, den Kopf nach VORNE beugen und mit Daumen und Zeigefinger die Nasenflügel mindestens 5 bis 10 Minuten zusammenpressen. Eine kalte Kompresse im Nacken hilft zusätzlich. In weiterer Folge soll ein/e Nasensalbe(-öl) die Krusten aufweichen, damit sie nicht abreißen. Hilft alles nichts, muss vom Arzt tamponiert werden. Als Heilkraut lässt sich das Hirtentäschelkraut zum Blutungsstillen lokal anwenden.
Dr. Franz Daringer, leitender Arzt des Kneipp-Kurhauses der Marienschwestern in Aspach.