„Die OMV hat im Jahr 2001 das beste Ergebnis in ihrer Geschichte erzielt“, verkündete stolz Generaldirektor Ruttensdorfer vergangene Woche. Doch ebenso selbstsicher, wie sich der Manager über das Plus von 18 Prozent beim Jahresüberschuss freut, weist die Konzernleitung jede Kritik am Sudan-Engagement des heimischen Erdölmultis zurück. Der Hinweis, mit den dort tätigen Firmen 220.000 Euro für Spitäler ausgegeben zu haben, klingt skurril, wenn man weiß, dass für ihre Sicherheit die Regierung in Karthum selbst vor der brutalsten militärischen Gewalt nicht zurückschreckt. Nach dieser Bilanz wird zur öffentlichen Buße der Konzern wohl wieder ein paar Betten im Bürgerkriegsland finanzieren können – bei 382 Mill Euro Überschuss sind das ja nicht einmal mehr „Erdnüsse“.