1,106.032 Katholiken/-innen haben letzten Sonntag bei der österreichweiten Pfarrgemeinderatswahl von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht. Das waren 22,62 Prozent der 4,8 Millionen Wahlberechtigten. Bei den letzten PGR-Wahlen vor fünf Jahren lag die Wahlbeteiligung bei 24 Prozent, bei den Wahlen vor zehn Jahren waren es 28,3 Prozent. In allen Diözesen, ausgenommen Innsbruck und Feldkirch, haben wesentlich mehr Menschen an der Wahl teilgenommen, als regelmäßig zum Sonntagsgottesdienst gehen. In Klagenfurt, Graz und Eisenstadt gingen um über 60 Prozent mehr zur Wahl als in die Sonntagsmesse, in Linz waren es immerhin noch 21,5%. Für die künftigen Pfarrgemeinderäte sei das ein Auftrag, jene Mitchristen, die nur ein Teilangebot der Pfarre in Anspruch nehmen, stärker in der Planung von seelsorglichen und diakonischen Aktivitäten zu berücksichtigen, meint PGR-Wahl-Koordinator Wolfgang Müller. „Sie erwarten sich offensichtlich etwas von der Pfarre.“ Zur Wahl standen österreichweit fast 40.000 Kandidaten/-innen. Rund 29.000 Mandate waren zu vergeben. Erstmals stellen die Frauen mehr als 50 Prozent der Pfarrgemeinderäte/-innen. Nur in Linz und Klagenfurt haben die Männer noch knapp die Nase vorne. Fast die Hälfte der Pfarrgemeinderäte sind „Neulinge“.