Wenn sich mehrere oder viele Menschen in Räumen aufhalten (Büros, Schulen), wird die Luft verbraucht, der Kohlendioxydgehalt der Luft steigt, die Leistungsfähigkeit sinkt. In frisch renovierten oder neu eingerichteten Büros oder auch Privaträumen können noch Schadstoffe aus Klebern oder Kunststoffen verdampfen. Formaldehyd aus Möbeln gibt es immer noch (weniger als früher). Kopfschmerzen und Müdigkeit können die Folge sein. Büromaschinen wie Drucker und Kopierer erzeugen Ozon und kleine Partikel, die die Schleimhäute und Augen reizen. Zigarettenrauchen ist mittlerweile in vielen öffentlichen Räumen abgestellt worden.
Die wichtigste Maßnahme gegen schadstoffreiche Luft in Räumen ist häufiges Lüften. Mindestens dreimal täglich sollte ausgiebig gelüftet werden. Stoßlüften, also mit fünf bis zehn Minuten ganz geöffneten Fenstern, ist energiesparender als Dauerlüften mit gekippten Fenstern. Noch effektiver ist das Querlüften (Durchzugslüften) mit Zug zwischen mehreren Fenstern oder Türen für wenige Minuten. Dabei sollte man sich nicht „verkühlen“, nicht übertreiben. Das Risiko, wegen schlechter Raumluft krank zu werden, ist jedenfalls größer.
Klimaanlagen in Gebäuden, Räumen oder Fahrzeugen müssen gut eingestellt werden. Sie dürfen nicht Zugluft erzeugen. Die kalte Luft im Auto soll man daher nicht direkt auf den Körper richten, sondern nach oben.