Kolumbien. Isaías Duarte Cancino, der Erzbischof von Cali, ist am 16. März vor einer Kirche der Zwei-Millionen-Stadt erschossen worden. Der 63-Jährige zählte zu den prominentesten Kritikern der linksgerichteten Guerillaorganisationen des Landes. Wie ein Sprecher der Erzdiözese erklärte, sei die Polizei noch wenige Stunden zuvor um besseren Schutz für Duarte gebeten worden. Diese habe auf die Anfrage jedoch nicht reagiert. Als Bischof der drittgrößten Stadt hatte Duarte immer wieder Gewalt-aktionen der Guerilla und den Drogenhandel, aber auch die Regierung in Bogota kritisiert. Zuletzt hatte er öffentlich erklärt, dass der Wahlkampf einiger Kandidaten für die Parlamentswahlen am 10. März von Drogenkartellen finanziert worden sei.