„Lesen – und was noch? Neue Medien in der Bibliothek“, war das Thema der diesjährigen Jahrestagung der Diözesanen Bibliotheksfachstelle. 140 Bibliothekarinnen und Bibliothekare aus 70 Bibliotheken trafen sich am 16. März in Puchberg. Der Germanist und Medienexperte Dr. Günther Stocker von der Universität Salzburg referierte zum Thema „Medienrevolutionen und Wirklichkeitskonzepte“. Was machen Medien mit der Wirklichkeit? war eine der zentralen Fragen angesichts des Übergangs in die Informationsgesellschaft. Anhand historischer Beispiele zeigte Stocker, dass es Umbrüche von ähnlicher gesellschaftsverändernder Wirkung wie wir sie heute erleben, immer wieder gegeben hat. Diese Umbrüche seien immer mit Ängsten und Hoffnungen verbunden gewesen. Die Neuen Medien, die heute unseren Alltag prägen, haben große Veränderungen bewirkt, die auch Gefahren bergen. Etwa die zunehmende Abhängigkeit von Maschinen und Programmen, die Monopolisierung der Information und den Rückgang an unmittelbaren sozialen Erfahrungen. Die Bibliotheken sollten die Neuen Medien aber als Chance begreifen und mit Gelassenheit mit ihnen umgehen.