Gewalt und Horror wohnen in vielen Kinderzimmern. Päng, päng, quitsch, krach ... so klingt’s, wenn der 13-Jährige und sein 14-jähriger Freund Computer spielen. Spielen? Nix Genaues weiß man nicht. Die Eltern mischen sich nicht ein. Vielleicht zu wenig? Einmal schaut die Mutter doch über die Schultern. Sie traut ihren Augen nicht: Eine nackte Frau wird mit einer Motorsäge auseinander geschnitten, das Blut spritzt. Die nächste Frau kommt von oben herunter, per Mausklick wird zerteilt, dazwischen erscheint ein Körper in Form eines Männerkopfes. Er explodiert, eine Soße verteilt sich über den Bildschirm. Die Mutter weicht zurück. Als sie Worte findet, macht sie ihrer Empörung Luft, tut sich mit der zweiten Mutter zusammen. Sie nehmen die Buben ins Gebet, konfiszieren das Spiel. „Regt euch nicht auf: Das haben die anderen in der Klasse auch.“
Eine wahre Geschichte, die bestätigt, dass auch bei Computerspielen gilt: Erste Instanz sind die Eltern. Was die Kinder treiben, soll für verantwortungsbewusste Väter und Mütter kein Tabu sein, auch wenn viele Eltern eine Scheu vor dem Tun der Kinder am Computer haben.