„Du musst auf dich selber Rücksicht nehmen“, riet man jemandem, der darauf einen anderen traf, der ebenfalls gerade damit beschäftigt war, auf sich selber Rücksicht zu nehmen.
„Grenzen setzen!“ So lautet der Ratschlag, den Therapeuten ihren Klienten – gegen Honorar – gerne geben. Es mag schon was dran sein, mit dem Grenzen setzen und mit der Rücksicht auf sich selbst. Ich vermisse allerdings Ermutigungen, die das andere sagen: „Geh heraus aus deinen Grenzen, entdecke deine Möglichkeiten! Und ich vermisse die Einstellung, die gerade beim „Rücksicht nehmen“ nicht zuerst an sich selbst denken lässt, sondern an andere. Das ist ja das Dilemma: Vom Denken an sich selbst wird ein Mensch nicht wirklich glücklich. Man möchte schon lieber, dass ein anderer Mensch an einen denkt.