Linz. Im Konflikt, der zwischen der Schulamtsleiterkonferenz und Schulbischof Kardinal Christoph Schönborn wegen des Unterstufen-Lehrplans entstanden war, ruft der Vorstand des Österreichischen Religionspädagogischen Forums (ÖRF) zur Schadensbegrenzung auf. In einem Schreiben wird Kardinal Schönborn ersucht, „sich um konfliktlösende und vertrauensbildende Maßnahmen zu bemühen“. Der ÖRF-Vorstand ersucht Schönborn, auf die von den Schulamtsleitern heftig kritisierte Einsetzung einer neuen Lehrplankommission zu verzichten und den Alternativvorschlag von Bischof Kothgasser als „konstruktiven Kompromiss“ aufzugreifen. Dieser sieht vor, den erst im zweiten Jahr gültigen „Lehrplan 2000“ in einem sinnvollen Zeitraum zu evaluieren, ihn bis dahin aber in Geltung zu belassen.
- Völkermord
Kolumbien. Von „Völkermord“ spricht der CELAM-Präsident, Bischof Jorge Jimenez Carvajal, im Zusammenhang mit dem Massaker in Bojaya Anfang Mai. Rebellen der marxistischen FARC hatten während Auseinandersetzungen mit „Paramilitares“ einen Sprengsatz in die katholische Dorfkirche geworfen, in die sich 500 Zivilisten geflüchtet hatten. 117 Personen wurden getötet, mehr als 100 zum Teil schwer verletzt. Die Bischöfe erwägen nun eine Exkommunikation der FARC-Mitglieder. Die FARC hatte sich für den Vorfall entschuldigt.
- Reisepläne
Aserbaidschan. Am 22. Mai wird Johannes Paul II. in der Hauptstadt Baku am Kaspischen Meer zu einem Kurzbesuch erwartet. Einerseits erinnert der Besuch an die große christliche Vergangenheit des kaukasischen Landes; andererseits handelt es sich um einen jener Nachfolgestaaten der UdSSR, in denen die Religionsfreiheit noch zu wünschen übrig lässt. Von Baku wird der Papst nach Bulgarien weiterreisen.