Mit der Geschichte des Buchhandels in Linz beschäftigt sich das jüngste Historische Jahrbuch der Stadt Linz. Ein interessantes Kapitel Wirtschafts- und Geistesgeschichte über einen Zeitraum von nahezu 500 Jahren tut sich auf. Beginnend mit den ersten „puchfierern“ (Buchführer) zu den Linzer Märkten zu Ostern und im Herbst bis in die Gegenwart des Linzer Buchhandels. Von Anfang an gab es die Verbindungen des Buchhandels zur Kirche. Schon der erste „richtige“ Linzer Buchhändler Heinrich Tintenmann (1573 erstmals am Linzer Bartholomäimarkt) unterhielt Beziehungen zu den Stiften Kremsmünster und St. Florian.
Auch die jüngere Vergangenheit der Linzer Buchhandlungen weist Verbindungen zu kirchlichen Einrichtungen auf. So erfährt man in dieser von Rudolf M. Henke und Gerhard Winkler verfassten Linzer Buchhandels-Geschichte, dass Josef Sachsperger als Eigentümer der Buchhandlung Quirin Haslinger sich ab 1877 um die Verbreitung der „Linzer Theologisch-praktischen Quartalschrift“ bemühte. Langjährige Bücherfreunde (und -freundinnen) werden sich noch an die Buchhandlung Rudolf Puchner neben der Karmelitenkirche erinnern. Als Buch- und Devotionalienhändler hatten Puchner und seine Angehörigen vor allem an den drei Linzer Firmungstagen zu Pfingsten alle Hände voll zu tun.
Die Geschicke auch der anderen kirchennahen Linzer Buchhandlungen wie Liebisch, Veritas, Katholischer Pressverein werden ebenso geschildert wie die aller übrigen Buchhandlungen bis in die Jetztzeit.
Rudolf M. Henke – Gerhard Winkler: Geschichte des Buchhandels in Linz – Linz 2002, 319 S., Illustr.; E 28,30. Hrsg. vom Archiv der Stadt Linz.