Kein melodramatisches Film-Epos ist „Nirgendwo in Afrika“. Die Begegnung zwischen Afrikanern und Europäern steht im Vordergrund.
Der Film ist nach dem autobiografischen Roman von Stefanie Zweig über eine jüdische Familie, die 1938 von Deutschland vor den Nazis nach Kenia floh, entstanden. Es ist dies eine Geschichte, die um Entwurzelung, Entfremdung, die Suche nach einer Heimat und den Umgang mit dem Anderssein und dem Fremden kreist.
Niemand wird hier von hungrigen Löwen oder giftigen Schlangen bedroht. Der Feind ist bestenfalls das Leben selbst, das Wege einschlägt, die man nicht kontrollieren kann. Wie man sich dennoch arrangieren kann, erzählt „Nirgendwo in Afrika“ – Regie: Caroline Link – auf sehr eindringliche und spannende Weise. Der Film wurde unter großem Aufwand an Originalschauplätzen in Kenia gedreht, was nicht nur für manche eindrucksvolle Bilder sorgt, sondern auch die Atmosphäre greifbar macht. Prädikat „Besonders wertvoll“.
Bettina AusserhuberKinoprojekt KIPF´L lädt ein zum Open-Air-Kino „Nirgendwo in Afrika" am Mi., 29. Mai 2001, 21.30 Uhr in Steinerkirchen/Traun (bei Schlechtwetter im Pfarrsaal, 20.15 Uhr).