Beim älteren Menschen kommt es auf Grund der Alterungsprozesse zu einer verminderten Widerstandsfähigkeit und Festigkeit der Haut. Folglich sind Verletzungen leicht möglich, die Heilung der oft kleinen Wunden aber langwierig. Häufig verschlimmern Grundkrankheiten wie Diabetes mellitus, arterielle Durchblutungsstörungen oder chronische venöse Störungen die Situation. Stauungen in den Beinen lassen dann die Haut an typischen Stellen (Knöchelbereich) aufbrechen. Patient/innen, die wegen eines Schlaganfalls oder eines Knochenbruches bettlägrig sind, neigen zur Entwicklung eines Dekubitalulcus (Wundliegen). Die Druck- und Schwerkräfte auf der gleichen Stelle führen zur schlechten Blutversorgung der Haut und Wundwerden.
Vorsorge- und Behandlungsmaßnahmen sind: Konsequente Behandlung der Grundkrankheit, richtige Kompressionsbehandlung der venösen Störung, also elastische Bandagen oder Gummistrümpfe. Hautverletzungen unbedingt vermeiden, Druckstellen durch schlechtes Schuhwerk verhindern. Die Haut mit Vitamin-A und Vitamin-B-haltigen Cremes geschmeidig halten. Bettlägrige Patienten müssen spätestens alle zwei Stunden umgelagert oder auf spezielle Weichlagerungsmatratzen gebettet werden.