160 Frauen aus sechs deutschsprachigen Ländern trafen sich vergangene Woche in Köln zum ersten Europäischen Frauenkongress. Die Lebens- und Arbeitswelten der Frauen waren das Thema. Vorbereitet wurde der Kongress von Frauen der katholischen Arbeitnehmer/-innenbewegungen Deutschlands, Österreichs, der Schweiz und Südttirols. In den Beratungen der Frauen in Köln spielten, so Claudia Hössinger von der KAB Linz, folgende Themen eine zentrale Rolle: - die soziale Absicherung der Frauen in den verschiedenen Lebenslagen. Dabei ging es um die eigenständige Pensionssicherung ebenso wie um die Armutsvermeidung für Alleinerzieherinnen und die finanzielle Absicherung von Auszeiten (Weiterbildung, Erziehungs- und Pflegearbeit); - die bessere Vereinbarkeit von Beruf, Familie und ehranamtlicher Tätigkeit. Hier drängen die Frauen darauf, dass Kompetenzen, die sie sich in der Familienarbeit und bei ehrenamtlichen Tätigkeiten erwerben, auch beruflich anerkannt werden. Sie wollen, gemeinsam mit den Männern, aber auch an Strategien arbeiten, dass eine partnerschaftlichere Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit möglich wird. Weiters treten die Frauen dafür ein, dass es auch für qualifizierte Leitungsjobs die Möglichkeit der Teilzeitarbeit gibt.