Die Badesaison ist eröffnet – der fröhliche Badespaß birgt aber auch Gefahren, die tödlich enden können.
Im Jahr 2000 sind zwölf Kinder unter 15 Jahren ertrunken, neun davon waren unter fünf Jahre alt. Damit gilt österreichweit Ertrinken als die häufigste Unfallart mit Todesfolge – sogar noch vor Kfz-Unfällen – bei Kleinkindern. „Einmal untergetaucht, sind Kleinkinder infolge ihres schweren Kopfes und der noch ungeübten Muskulatur auch bei geringer Wassertiefe nicht mehr in der Lage, ihren Kopf eigenständig aus dem Wasser zu ziehen. Sie gehen hilflos unter. „Meist passieren derart tragische Unfälle bei Stürzen in Biotope oder beim Baden, wenn die Kleinen auch nur kurz unbeaufsichtigt sind“, weiß Dr. Rupert Kisser, Leiter des Institutes „Sicher Leben“. Auch erwachsene Männer gehören zur Risikogruppe. Rund zwei Drittel der Ertrinkungsopfer sind männlich. Vielfach ist Selbstüberschätzung die Ursache. So werden Ermüdungserscheinungen, Krämpfe oder Kreislaufprobleme häufig ignoriert.
Vorsichtsmaßnahmen
Eine der wichtigsten Maßnahmen, um vor allem Kleinkinder vor den Gefahren offenen Wassers zu schützen, ist die Absicherung von Schwimmbädern und Biotopen durch Zäune oder engmaschiges Eisengitter 10 cm unter der Wasseroberfläche. Kleinkinder dürfen in der Nähe von Gewässern nie unbeaufsichtigt sein. Prinzipiell gilt, Kindern bereits zwischen vier und fünf Jahren das Schwimmen zu lehren.
Aufblasbaren Tieren oder Schwimmreifen darf man nicht blind vertrauen, auch durch Schwimmreifen können Kinder durchrutschen. Nur TÜV-geprüfte Oberarm-Schwimmflügel verwenden. Damit sie sich nicht vom Arm lösen, werden sie am besten mit einem Gummiband hinter dem Rücken des Kindes verbunden. Auch in Schlauchbooten, Luftmatratzen oder Ähnlichem immer geeignete Schwimmflügerl verwenden!